Baby lacht

Kinder lachen gern und viel. Es braucht nicht viel, sie zu erheitern, sie zum Lächeln, Glucksen, Kichern oder Lachen zu bringen. Und das tun sie durchschnittlich 450 Mal am Tag, Erwachsene hingegen nur 15 Mal. Wobei Frauen öfter lachen als Männer. Dabei könnte es so manchen Mann vor dem Herzinfarkt bewahren.

Wie sich der Humor von Kindern entwickelt

Generell bringt eine Abweichung vom Normalzustand Kinder zum Lachen. Es ist altersabhängig, welche Situationen sie lustvoll erleben. Subtile Ironie überfordert und verunsichert sie. Die Situaltionen müssen absurd oder deftig sein, dann amüsieren Kinder sich köstlich. Besonders lieben sie die "verkehrte Welt", in der z. B. ein Jäger vom Hasen gejagt wird.

Säuglinge
Schon mit 4 bis 6 Monaten erkennt ein Säugling, dass sich Erwachsene normalerweise aufrecht bewegen, und sie glucksen vor Freude, wenn der Vater plötzlich auf allen Vieren auf sie zu krabbelt.

Kleinkinder
In dieser Phase (4 bis 6 Jahre) dominieren Analwitze. Simple Dialoge über das Pupsen und über Körperausscheidungen entspringt zum Teil ihrer grossen Lust an ihrer Verdauung und ihren Körpersäften, andererseits wehren sie sich damit auch gegen die Auffassung ihrer Eltern, alles was mit Kot und Urin zu tun habe, sei schmutzig und eklig und müsse versteckt werden. Sowohl Jungen als auch Mädchen können sich in diesem Alter halbtot lachen, wenn Erwachsene gestelzte, unnatürliche Formulierungen für Körperfunktionen und Körperteile benutzen und auf drastische Fäkalausdrücke mit Entsetzen reagieren. Selbst Andeutungen auf Analwörter bewirken bei kleineren Kindern wahre Lachstürme, wie z. B. in dem Kinderreim: "Da kommt auch schon ein grosser Barsch und beisst den Moritz in den Fiderallala, Fiderallala..." Anal-Witze sind jetzt Nr. Eins in der Kinderstube, die Kleinen sprechen gern lauthals und voller Wonne die so genannten unanständigen Wörter aus und setzen sich genüsslich über das Verbot der Eltern hinweg.

Schulkinder
Etwas ältere Kinder können sich köstlich über Sprachwitze amüsieren, die mit Regelbrüchen spielen, wie z. B. im Reim: "Das sprach die Frau von Finkenstein, die alten Käse stinken fein." Das Spiel mit dem Vertauschen von Buchstaben regt ihre Fantasie an und lässt sie selbst nach skurrilen Wortschöpfungen suchen. Die Freude am Falschen gepaart mit dem Triumph, es selbst besser zu wissen, bewirkt ein Lachen der Überlegenheit. Dies gilt auch bei Witzen über etwas beschränkte Erwachsene oder ungeschickte Leute, die z. B. immer wieder an der gleichen Stelle ausrutschen. Mädchen amüsieren sich eher über lustige Stimmen und komisches Aussehen, Jungen haben vor allem Freude an kleinen Unglücken anderer.

Teenager
Bei Jugendlichen vor und in der Pubertät werden Witze mit sexuellen Botschaften und Anspielungen wichtig. Ähnlich wie in der Analphase reicht es oft schon, ein "unanständiges" Wort aus dem sexuellen Bereich laut auszusprechen. Besonders lustig wird es, wenn unschuldigen Sätzen von Erwachsenen eine sexuelle Bedeutung hinterlegt werden kann wie: "Der Papierdrachen hat aber einen schönen Schwanz." oder "Ich habe kein besonderes Verhältnis zu Vögeln." Die Attraktivität dieser Sätze entspringt einer Mischung von Analwitzen mit Sprachwitzen. Männliche Teenager drücken sich oft sehr grob aus und geben beim Witzereissen deutlich den Ton an. Mädchen verhalten sich eher passiv, kichern und scherzen, greifen mit Witzen jedoch nicht an.

Erwachsene
Auch bei Erwachsenen besteht diese Rollenverteilung. Männer spielen gern den Clown oder führen cool und schlagfertig humoristische Attacken aus, wohingegen Frauen lieber zum Lachen gebracht werden. Männer, die Frauen zum Lachen bringen können, wirken auf sie attraktiv. Je häufiger eine Frau im Gespräch mit einem Mann laut auflacht, desto stärker ist ihr Interesse am Gesprächspartner. Und umgekehrt interessieren sich Männer stärker für Frauen, die in ihrer Gegenwart herzlich lachen können.
In Bezug auf Lachen und Humor ist das entscheidende Merkmal einer positiven Beziehung zwischen Mann und Frau, ob die Frau genügend Gelegenheit zum Schmunzeln oder Kichern bekommt. Ob der Mann lacht oder nicht, ist egal.

Lachen ist lustig, ist ansteckend und hat einen sozialen Charakter. In Gesellschaft wird im Schnitt 30 Mal so oft gelacht, als wenn man allein ist. Menschen sind lustig. Studien haben ergeben: Der notwendige Reiz zum Lachen wird meist nicht durch einen Witz oder eine komische Situation ausgelöst, sondern durch eine andere Person.

Gesundheit
Beim Lachen wird die Atmung aktiviert, die Durchblutung angeregt, der Herzschlag erhöht, der Blutdruck gesenkt, der Kreislauf und die Verdauung angeregt. Neben den medizinischen Vorteilen setzt Lachen auch Endorphine frei, die nicht nur wie natürliche Schmerzmittel wirken, sondern auch die Stimmung positiv beeinflussen und damit der Seele gut tun.

Fazit
Lachen ist gesund. 

 

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