
Jeder Mensch braucht ein gewisses Mass an Stress, um leistungsfähig zu sein. Wir sind jedoch alle sehr unterschiedlich. Stress, der dich erst richtig in Schwung bringt, löst bei mir vielleicht schon eine Krise aus.
Wir sehen dem anderen oft auch nicht an, wie viel Stress er verträgt und wann er Ruhe braucht.
Rechtzeitig handeln
Es ist extrem wichtig, dass wir in unserem Umfeld rechtzeitig klar und deutlich unsere Belastungsgrenzen aufzeigen und auch unsere Mitmenschen ernstnehmen, wenn sie signalisieren, dass sie Ruhe brauchen.
Es ist keine Stärke, sich ständig zu überfordern.
Kannst du regelmässig in dich hinein horchen?
- Verspüre ich Stress rechtzeitig?
- Kann ich zwischen motivierenden und krankmachenden Stressfaktoren unterscheiden?
- Nehme ich eine Auszeit, ehe ich völlig überfordert bin?
- Gelingt es mir, zwischendurch mal einen Gang herunterzuschalten?
- Erkenne ich die Grenzen zwischen präsent sein müssen und Geduld zeigen?
- Kann ich Prioritäten setzen?
- Bin ich unersetzbar oder kann ich delegieren?
- Wie lange brauche ich, um wieder aufzutanken?
Wenn ein Motor so heiss gefahren wird, dass das Öl verbrennt und der Kolben festsitzt, braucht es sehr viel Arbeit, Zeit und Geld, um das Auto wieder zum Laufen zu bringen. So ist es auch mit uns Menschen. Wenn wir rechtzeitig Pausen einlegen, ehe das Burn-out kommt, kommt es gar nicht erst zu körperlichen und seelischen Schäden.
Was hilft dir, wenn du dir eine Insel schaffen und etwas zur Ruhe kommen willst?
- Es ist wichtig für dich und deine Umwelt, dass du deine Ruhezeiten sorgfältig planst.
- Informiere deine Angehörigen/Mitbewohner rechtzeitig, wenn du Zeit für dich brauchst.
- Sei konsequent, bleib bei deinem Vorsatz.
- Vielleicht gelingt der Rückzug beim ersten Versuch nicht wie geplant. Bleib dran.
- Räume deinen Schreibtisch/Arbeitsplatz auf.
- Du brauchst einen Ort, an den du dich zurückziehen kannst,
( es kann ein Zimmer deiner Wohnung, ein religiöses Gebäude oder ein Platz in der Natur sein), - je nach Bedürfnis Licht oder einen abgedunkelter Raum,
- Accessoires wie Kerzen, Räucherstäbchen,
- Fotos, die zum Träumen einladen
- Stille oder Hintergrundmusik,
- beruhigende Tätigkeiten wie
- Atemübungen,
- Yoga,
- ein gutes Buch,
- ein Gebet.
- Kreativität wie
- meditativer Tanz
- Musik/Singen
- Malen
- ein Gedicht schreiben
- was auch immer dir gut tut und schöpferisch ist...
- Sportliche Betätigung als Ausgleich.
- Spielen mit den Kindern, statt zuhause über Akten zu brüten.
- Beschäftigung mit Hobbies oder Haustieren.
- Den Partner/die Partnerin mit einbeziehen und gemeinsam etwas für die Seele tun.
Zur Ruhe kommen ? zur Stille kommen ? zum Schweigen kommen.
Der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat geschrieben: "Es liegt im Stillesein eine wunderbare Macht der Klärung, der Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche."
Wenn du weitere Tipps zu diesem Thema hast, wende dich bitte per E-Mail an die folgende Adresse:
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