Wer zu Winterdepressionen neigt, braucht in der dunklen Jahreszeit viel Bewegung im Freien. Spaziergänge, Velotouren und Langläufe, bei denen möglichst viel Sonnenlicht getankt wird.

Kurze trübe Tage, lange Nächte und nasskaltes Wetter:

Viele Menschen fühlen sich im Herbst schlapp, haben keinen Schwung. Düstere Gedanken und gedrückte Laune machen sich breit ? und vergehen häufig wieder ganz von selbst. Doch bei manchen Menschen halten sich solche Stimmungstiefs: Sie leiden an einer speziellen Form der Depression, der Winterdepression.
Rund ein Prozent der Bevölkerung leidet an Winterdepressionen. Wie bei anderen Depressionen auch fühlen sich die Erkrankten traurig und antrieblos. Typisch für die Winterdepression ist allerdings, dass die Betroffenen mehr essen und ein erhöhtes Schlafbedürfnis verspüren. Spezifische Symptome, die bei anderen Formen der Depression gerade nicht der Fall sind.
In der Fachsprache heißt das Phänomen saisonal abhängige Depression (SAD), eben weil es jahreszeitlich bedingt ist. Die genauen Ursachen der Winterdepression sind unklar, doch Wissenschaftler vermuten, dass der Mangel an Tageslicht und Bewegung in den Herbst- und Wintermonaten eine große Rolle spielt.

Lichttherapie - Die Lichttherapie ist eine Therapie ohne Medikamente

Die Lichttherapie mit speziellen Lichttherapiegeräten hat sich bewährt, um den Serotoninstoffwechsel ohne Medikamente anzukurbeln. Erfahrungswerte zeigen, dass die Lichttherapie bei rund 80 Prozent der Patienten anschlägt. Die stimmungsaufhellende Wirkung des Lichtes muss über die Augen erfolgen, deshalb können Sonnenbänke oder Höhensonne keine Winterdepression behandeln.

"Winterdepressive" profitieren meist nicht nur von "Lichtbädern", sondern auch von sportlichem Engagement. Letzteres bringt offenbar den "schlafenden" Stoffwechsel in Schwung.

Im Nebel
von Hermann Hesse

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freuden war mir die Welt,
Als noch mein Leben Licht war,
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkle kennt,
Das unentrinnbar und leise.
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist einsam sein.
Kein Mensch kennt den anderen,
Jeder ist allein

Doch wie entfliehe ich dem Nebel?
Im Flugzeug? Das kann sich nicht jede Familie leisten. Aber es gibt auch nebelfreie Orte in der Schweiz. Zum Beispiel den Üetliberg, den Zürcher Haushügel.

Wo gibt es weitere schöne Orte in der Schweiz, an denen ein paar Sonnenstrahlen getankt werden können?
Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.

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