Osterschmuck im Fenster, an dem noch ein Weihnachtsengel vorbei fliegt

Dass Weihnachten etwas mit Jesus zu tun hat ist vielen von uns trotz Geschenke-bastel-Marathon und Weihnachtsguetzli-Massenproduktion im Dezember bewusst.

Aber Ostern?

Spontan denkt da doch ? Hand aufs Herz ? jeder an Schoggi in Hasen- und Eierform, Stau am Gotthard oder das Ende der Skisaison.

Eigentlich schade! Denn ist nicht gerade die Osterbotschaft eine, die unsere Kinder verinnerlichen sollten? Christus ist auferstanden, nachdem er für uns gesühnt hat, damit auch für uns der Tod nur mehr ein Tor in ein ?Leben danach? ist.

Nun ist ja das praktische an Ostern, dass wir ganze vier Tage zur Verfügung haben, sie zu feiern. Genug Zeit also, um den geistigen wir auch den schoggisüssen Aspekt dieses Festes zu geniessen.

Damit Ostern nicht einfach zum grossen Schoggiessen und Eiersuchen verkümmert, bietet sich der Ostersonntag an für einen besinnlichen Programmpunkt: ein schönes Oster-Buch erzählen oder mit älteren Kindern den Bericht über das Sühnopfer und die Auferstehung Christi in der Bibel lesen. Auch das Hören passender Musik oder das Musizieren und Singen mit Kindern tragen zu einer festlichen Stimmung bei.
Und wer nicht sowieso sonntags zur Kirche geht, könnte sich an Ostern von der feierlichen Geistigkeit eines Gottesdienstes inspirieren lassen.

Die Familie rechtzeitig auf Ostern einzustimmen, ist gar nicht so schwer: farbiges Papier, Schere und Leim genügen, um mit den Kindern eine Dekoration mit fröhlichen Ostersujets zu kreieren. Aus dem Wald ein paar Haselzweige mitnehmen, diese daheim in einer Vase einstellen und die Papier-Kunstwerke der Kinder dranhängen ? schon ist das Osterbäumchen fertig! Grundsätzlich gilt: frische Pastelltöne wählen und Mut zum Materialmix zeigen: Papier, Filz, Stroh, Holz, Stoff...Zeit, die Bastelvorräte aus dem Keller zuholen und der Fantasie freien Lauf zu lassen!

Das Eierfärben ist so eine Sache: oft werden Eier von den Kindern lieber gefärbt, als nachher auch gegessen. Deshalb darf das Färben ruhig etwas aufwändig sein?so hält sich die Zahl gefärbter Eier von selbst in Grenzen.
Warum nicht wiedereinmal Grossmutter?s Technik ausprobieren? Draussen im Garten suchen die Kinder feine, frische Blätter und Blümchen, die dann taufeucht auf das rohe Ei gelegt werden. Das so präparierte Ei mit einem feinen Nylonstrumpf überziehen und sehr satt zubinden. Nun werden die Eier in einem Sud aus Zwiebelschalen oder einer anderen Naturfarbe (erhältlich im Lebensmittelgeschäft oder der Drogerie) hart gekocht.

Und weil die Kinder beim Blümchensuchen gemerkt haben, dass die Natur am erwachen ist, werden sie begeistert sein vom Vorschlag, Ostern im Freien zu feiern! Gerne wird der Osterhase die Eier im eigenen Garten oder an einem schönen Fleckchen im Wald oder auf einem Spielplatz verstecken. Hinter Steinbrocken, unter Wurzeln und im Moos finden die Kinder nicht nur ihre selber gemachten Kunstwerke wieder, sondern sie entdecken vielleicht zum ersten Mal diesen Frühling ein Vogelnest, ein Schneckenhaus einen glitzernden Stein. Sie bekommen Lust, auf Felsen zu klettern, Stecken zu sammeln, einen vierblättrigen Klee zu suchen.

Nutzen wir doch Ostern, um mit unserer Familie an Christus denken und dankbar dafür zu sein, dass so wie er vom Tod auferstanden ist jeden Frühling die Natur zu neuem Leben erblüht.

Frohe Ostern!

 

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