
Globale Erwärmung, CO2-Ausstoss, Feinstaub in der Luft, nicht erneuerbare Energien, Kriege wegen Erdöl...
Bald kann ich mich gar nicht mehr ohne schlechtes Gewissen ins Auto setzen. Dass die Wirtschaft von uns erwartet, immer längere Arbeitswege in Kauf zu nehmen, zwingt mich manchmal doch, das Auto zu nehmen. Just in time ? von einer Sitzung zur anderen, von einem Termin zum nächsten.
Was kann ich tun, damit der damit verbundene Stress möglichst auf einen Minimalwert reduziert wird?
Mit dem Auto:
- Finde heraus, zu welcher Zeit du den Stau vermeiden kannst. Versuche deine Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, und fahre entsprechend vor oder nach den Stosszeiten.
- Such dir einen oder mehrere Mitfahrer oder eine Mitfahrgelegenheit. Die Unfallgefahr nimmt nachweislich ab. Du kannst dich unterhalten, fährst auch noch günstiger und schonst die Umwelt.
- Falls du Allergiker bist ? es gibt Pollenfilter.
- Nutze unbedingt die Freisprechanlage für dein Handy.
- Höre Radio. Die Fahrt ist kurzweiliger, und du wirst durch Nachrichtensendungen noch informiert. Bei deiner Ankunft bist du informiert und kannst mitreden.
- Hörbücher sind eine wunderbare Möglichkeit die Autofahrt kurzweiliger zu gestalten. Musik-CDs auch.
- Kräftiges Mitsingen hält wunderbar fit und schafft gute Laune. Aber Achtung ? das sieht der Beifahrer vielleicht völlig anders. Vielleicht kannst du dann nur noch unmusikalische Menschen mitnehmen.
- Sieh zu, dass du die Polizeisirene nicht übertönst.
Mit Bus und Bahn:
- Umsteigen stresst: Suche Möglichkeiten es zu verhindern. Es lohnt sich sogar, dafür ein wenig längere Fahrzeiten in Kauf zu nehmen. Denn wenn du einen Anschluss verpasst, bist du viel später am Ziel.
- Wenn das Umsteigen an einem Knotenpunkt immer sehr knapp ist, nimm lieber einen früheren Zug und nutze die Zeit am Umsteigebahnhof gezielt für eine Pause mit einer Tätigkeit, die dir Freude macht.
- Vermeide überfüllte Züge, wenn du dank flexibler Arbeitszeiten die Möglichkeit dazu hast. Das schont die Nerven.
- Immer zur Hauptverkehrszeit unterwegs? Dann gönn dir doch mal die 1. Klasse.
- Ein Vorteil gegenüber dem Auto: Man kann im Zug lesen. Bücher, die Tageszeitung oder den Geschäftsbericht, um den du ohnehin nicht herumkommst. Lesen im Zug ist nicht jedermanns Sache, aber auch eine Frage der Übung. Probieren!
- CDs oder Hörbücher sind auch im Zug wunderbar. Vielleicht kannst du aber auch meditieren ? oder endlich mal gründlich über etwas nachdenken, was dich schon lange beschäftigt.
- Halte Ausschau nach Ruheabteilen, wenn du ungestört sein willst. Dort sind Handys und Musik verboten.
- Bist du in der Lage, im Zug zu arbeiten, etwa am Notebook? Das gibt dir ein gutes Gefühl, du verschaffst dir für nachher mehr Freizeit.
- Fahre Zug mit jemandem, den du magst. Unterhaltung entspannt und vertreibt die Langeweile.
- Oder sprich jemanden an, der dir sympathisch ist (aber keine Anmache).
- Oder wie wär's mit einem Reise-Brettspiel wie Schach, Dame usw.
- Hast du eine kreative Ader? Dann nimm ein Skizzenbuch z. B. für Karikaturen, Gedichte und Noten mit.
- Vielleicht gehörst du ja zu den Glücklichen, die im Zug ein Nickerchen machen können.
- Um genügend Bewegung zu bekommen, steige auf dem Hin- und/oder Rückweg regelmässig eine Station früher aus und laufe den Rest der Strecke zu Fuss. Das tut dem Körper und der Seele gut.
Mit dem Velo:
- Warum vor oder nach der Arbeit immer im Kreis joggen, wenn doch der tägliche Arbeitsweg für sportliche Betätigung genutzt werden kann?
- Wenn der ganze Arbeitsweg zu lang ist, mach wenigstens eine Teilstrecke mit dem Velo.
- Such dir dafür möglichst eine Strecke im Grünen aus.
- Nimm die Sorgen aus dem Büro nicht mit nachhause zu deiner Familie. Dreh lieber noch ein/zwei Runden, bis du deinen Lieben freundlich und entspannt begegnen kannst (Tipp vom Luzerner Stapi).
Wenn du einen Gesundheits-Tipp hast, maile ihn bitte an:
info(at)4family.ch
