
Der Frühling zieht ins Land. Frische Lebensfreude kann ihren Anfang nehmen. Doch was dabei in der Luft liegt, ist nicht nur der Duft wiedererwachter Natur. Es ist auch der Blütenstaub. Bei den Menschen kann er allergische Reaktionen auslösen, die der Volksmund Heuschnupfen nennt. Grund des Übels sind kleine Erbgutträger unscheinbarer Blütenstände gewisser Bäume, Sträucher und Gräser, die uns manchmal den Frühling und den Sommer unter Tränen, Niesen und Husten
erleben lassen.
Es liegt was in der Luft
Plötzlich beginnt es mit einem lästigen Beissen in den Augen, sie röten sich und fangen an zu tränen. Dann juckt die Nase, aus ihr tropft klare Flüssigkeit, und heftiger Niesreiz gesellt sich dazu. Oder dasselbe beginnt ganz anders: Morgens um vier Uhr wacht man plötzlich mit einem Husten auf, oder beim Weg ins Büro oder in die Schule verspürt man ein ekliges Beissen in den Ohren und im Gaumen. Die Beschwerden treten schon in der Wohnung auf, verstärken sich aber in der freien Natur, vor allem wenn die Sonne scheint und ein Wind weht.
Heuschnupfen ist eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystems auf den Kontakt mit diesen Allergenen. Zu den windblütigen Pflanzen gehören die Gräser und viele Bäume. In der Schweiz sind sechs Pollenarten für rund 95% der Pollenallergien verantwortlich: Gräser-, Birken-, Eschen-, Hasel-, Erlen und Beifusspollen.
Jeder fünfte bis sechste Bewohner unseres Landes leidet vom Frühling bis in den Sommer hinein mehr oder weniger unter dem, was man «Heuschnupfen» nennt. Die Pollenallergie bricht oft bei Kindern im Schulalter aus und begleitet sie bis ins Erwachsenenalter. Das Gros der «Heuschnupfeler» wird bei den 15- bis 25-Jährigen angetroffen.
Im Prinzip machen Sie instinktiv das Richtige, indem Sie Orte aufsuchen, an denen es Ihnen besser geht. Aber wenn die Beschwerden zunehmen und der Leidensdruck grösser wird, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Bei der Diagnose eines Heuschnupfens achtet der Arzt auch auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.
Tipps zur Prävention
Die zwölf goldenen Regeln
Für den Pollenallergiker ist es wichtig, die Blütezeit der krankheitsverursachenden Bäume, Sträucher und Gräser zu kennen, damit er Vorkehrungen treffen kann. Überdies gibt es allgemein gültige Ratschläge, die helfen können, Heuschnupfen-Beschwerden erträglicher zu machen.
- Wäsche nicht im Freien trocknen.
- Im Frühling und Sommer eher auf Jogging und Velofahren verzichten. Wassersportarten sind in der Regel eine gute Alternative.
- Tragen einer Sonnenbrille im Freien.
- Abendliches Haareduschen. Dies verhindert, dass die Pollen in der Nacht in die Augen gelangen und Ihren Schlaf stören.
- Bei der Planung von Freizeitaktivitäten Pollenbulletin beachten.
- Beim Auto- oder Zugfahren Fenster möglichst geschlossen halten.
- Während der Pollenflugzeit die Wohnung nur kurzzeitig lüften.
- Problemlos lüften kann man, wenn ein Pollenschutzgitter an den Fenstern angebracht ist.
- Den Rasen im Garten durch regelmässiges Mähen kurz halten.
- Ferienplanung im Gebirge oder am Meer.
- Sich vor der Buchung einer Reise über die dortige Pollensituation informieren.
- In der Lüftungsanlage (am Arbeitsort zum Beispiel) eventuell einen Pollenfilter einsetzen.
Pollenflug-Kalender

Der Pollenflug und damit die Heuschnupfensymptome sind sehr stark wetterabhängig. Temperatur, Sonnenschein, Luftfeuchtigkeit und Wind spielen eine wichtige Rolle. So geben Pflanzen ihre Pollen nur bei trockenem und relativ warmem Wetter ab, in der Nacht sind die Werte meist tiefer. In Schönwetterperioden gibt es kaum eine pollenfreie Zeit. Deshalb sollte man sich bei erhöhter Pollenkonzentration nur kurz im Freien aufhalten. Für Innenräume gilt: Gelüftet werden sollte hauptsächlich während längeren Regenphasen oder nur kurz in den frühesten Morgenstunden, sonst die Fenster möglichst geschlossen halten. Problemlos lüften kann man, wenn ein Pollenschutzgitter an den Fenstern angebracht ist.
Dies ist nur ein Auszug des aktuellen Pollenführers, den du auf der Website von aha! Schweizerisches Zentrum für Allergie, Haut und Asthma, downloaden kannst.
Der Pollenführer und weitere Allergie-Informationen wie z. B. über Pollenallergie möchten dir helfen, dass dir der Frühling nicht vermiest wird.
aha! Schweizerisches Zentrum für Allergie, Haut und Asthma hat den Pollenführer in Zusammenarbeit mit Fachmedizinern, Botanikern und Spezialisten von MeteoSchweiz realisiert.
Weitere Informationsmöglichkeiten:
Pollenbericht ab Telefontonband 0900 162 115 (CHF 1.?/Min.)
Persönliche Pollenberatung 0900 162 401 (CHF 2.50/Min.)
http://www.meteoschweiz.ch Pollenprognose, allgemeine Polleninformationen
http://prognose.bulletin.ch Aktuelle Pollenprognose
http://pollen.bulletin.ch Schweizerisches Pollenbulletin
http://www.polleninfo.org Pollensituation in Europa mit aktuellen Pollenmeldungen der einzelnen Länder
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