Nachts ist das Unfallrisiko für Fussgänger und Velofahrer dreimal höher als tagsüber. Dieses Risiko kann sich bei schlechter Witterung bis verzehnfachen. Die bfu rät deshalb jedem, der bei schlechten Sichtverhältnissen unterwegs ist: Machen Sie sich gut sichtbar. Besonders jetzt, da die Tage wieder kürzer und trüber werden.
Ratgeber für Eltern
Zu Fuss Gehenden wird empfohlen, helle Kleidung zu tragen und sich mit Sohlenblitzen, Armbinden oder anderen lichtreflektierenden Accessoires auszurüsten. Für Jogger existieren Stirnbänder und Westen mit retroreflektierendem Material. Velofahrern wird geraten, ihre Räder zusätzlich zur Standardbeleuchtung vorne und hinten mit Rückstrahlern auszustatten.
Wer den Nutzen lichtreflektierender Materialien bezweifelt, den überzeugen vielleicht diese Fakten: Dunkel gekleidet ist man bei schlechten Sichtverhältnissen nur bis zu einer Distanz von 25m erkennbar. In heller Kleidung immerhin bis 40m. Wer hingegen mit lichtreflektierenden Accessoires ausgerüstet ist, wird bereits aus 140m Entfernung wahrgenommen und verschafft motorisierten Verkehrsteilnehmern entsprechend mehr Zeit, um zu bremsen – und einen Unfall zu vermeiden.
Nachts sind alle Katzen grau.
Für zu Fuss Gehende und Radfahrende ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, nachts dreimal höher als am Tag. Bei Regen, Schnee und Blendung auf nasser Strasse kann sich die Gefahr für Fussgänger bis auf das Zehnfache erhöhen.
Sicher sein – sichtbar sein
Um gut zu sehen, braucht der Mensch viel Licht. Lichtquellen wie Glühbirnen oder Feuer sind leicht erkennbar. Damit jedoch Objekte, die nicht selbstleuchtend sind, wahrgenommen werden können, müssen sie in Kontrast zu ihrem Umfeld stehen. Zauberkünstler machen sich diese Tatsache zunutze, wenn sie dunkle Gegenstände vor einem schwarzen Hintergrund «verschwinden» lassen. Ähnlich verhält es sich mit dunkel gekleideten Fussgängern bei Nacht, die von den Automobilisten in einem unbeleuchteten Umfeld nicht wahrgenommen werden.
Nacht heisst Gefahr
Bei Dunkelheit besonders gefährdet sind:
- Kinder auf dem Schulweg im Winterhalbjahr, deren spontanes Verhalten oft unberechenbar ist
- Senioren, die oft dunkel gekleidet sind und sich nur langsam bewegen
- Zweiradfahrende, die wegen ihrer schmalen Silhouette und der zum Teil schwachen Eigenbeleuchtung kaum zu erkennen sind
- Fussgänger, Jogger, Reiter und Benützer von fahrzeugähnlichen Geräten, wenn sie schlecht beleuchtete Strassen benützen, namentlich bei Regen
Vorbeugen ist besser als heilen
Um sich in der Dunkelheit auf weite Distanz sichtbar zu machen, sollten die schwächeren Verkehrsteilnehmenden unbedingt lichtreflektierendes Material verwenden: als Fussgängerin oder Benützer eines fahrzeugähnlichen Gerätes zum Beispiel Sohlenblitze, eine Armbinde oder einen Anhänger, als Radfahrer Speichenreflektoren. Dabei ist zu beachten, dass die Rundum-Sicherheit gewährleistet ist, damit man nicht nur von vorne und hinten, sondern auch von der Seite wahrgenommen wird. Lichtreflektierende Artikel leuchten im Abblendlicht eines Autos aus einer Distanz von 140 Metern auf und ermöglichen den Autolenkenden, rechtzeitig zu reagieren und einen Unfall zu verhindern.
Sichtbar aus:
■ 25m: dunkel gekleidet
■ 40m: hell gekleidet
■ 140m: mit lichtreflektierendem Material
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Zum Downloaden und Ausdrucken:
Das bfu-Informationsblatt Sicherheit durch Sichtbarkeit (PDF).
Quelle: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu
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