Sicher unterwegs durch die trüben Herbsttage

Herbstlandschaft

Nebel, nasses Laub, Nieselregen:

Gerade wenn sich die kalte Jahreszeit ankündigt, steigt auch wieder die Unfallgefahr.
Wer Folgendes beherzigt, ist sicherer unterwegs.


Checkliste Herbst

Plane bei schlechten Wetterverhältnissen eine Zeitreserve ein. Verlasse das Haus frühzeitig, damit du den Weg gelassen unter die Räder nehmen können. Passe die Geschwindigkeit stets den Verhältnissen an, damit du immer rechtzeitig bremsen kannst. Bedenke, dass der Bremsweg auf nasser Fahrbahn bis zu zehnmal länger ist.

  • Behalte stets den Durchblick. Putze die Scheiben innen und aussen regelmässig und denke auch an die Scheinwerfer, Rücklichter und Spiegel.
  • Fahre mit Abblendlicht — auch am Tag.
  • Fahre nur mit guten, sauberen Scheibenwischblättern, die die Front- und Heckscheibe optimal säubern.
  • Beheize für eine bessere Durchsicht Front- und Heckscheibe.
  • Fülle Frostschutzmittel für Kühler und Waschanlage nach.
  • Entferne regelmässig das Laub, das sich in den Luftschlitzen verfangen hat.
  • Wenn du auf längeren Strecken unterwegs bist und die Sicht schlecht ist, solltest du regelmässig Pausen einlegen, denn bei verminderter Sicht musst du dich viel mehr konzentrieren und ermüdest darum rascher.
  • Achte im Herbst auf Frost. Besonders auf Brücken, Hügeln und im Wald kann es zu Eisglätte kommen.
  • Denk daran, dass in der Dämmerung und Dunkelheit die Sehkraft abnimmt. Das Licht entgegenkommender Fahrzeuge, Regen und verschmutzte Scheiben trüben die Sicht. Drossle das Tempo und schalte rechtzeitig auf Abblendlicht, um die andern nicht zu blenden.
  • Achte auf Wildtiere; gerade im Herbst während der Brunftzeit passieren besonders viele Wildunfälle, die für Mensch und Tier lebensgefährlich sein können.
  • Bei Kollisionen mit Wildtieren auf öffentlichen Strassen ist die Polizei zu benachrichtigen. Der Versicherte ist verpflichtet, der Auto-Versicherung eine Bestätigung der Polizei über die erfolgte Meldung einzureichen.

 

Wild auf der Strasse: Unfälle vermeiden!


Vorsicht Wildwechsel. Und wenn du mit einem Reh rechnest, kreuzt vielleicht plötzlich ein Eber deinen Weg.

Geschätzte 20'000 Wildtiere werden jährlich bei Kollisionen mit Fahrzeugen in der Schweiz getötet. Bei solchen Unfällen können neben Schäden am Auto auch schwere Verletzungen der Fahrzeuginsassen die Folge sein. Denn bei einer Kollision mit 50 km/h entspricht ein Reh von 20 kg einer Masse von einer halben Tonne. Die Fahrweise und die Geschwindigket anzupassen, heisst das Risiko entscheidend zu verringern.
Die Tipps der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu für eine sichere Wildsaison:

  • Sei besonders aufmerksam an Waldrändern und auf Strassenabschnitten, die mit dem Signal „Wildwechsel“ beschildert sind; reduziere die Geschwindigkeit.
  • Verdopple deine Aufmerksamkeit bei geringer Sichtweite; in der Nacht ist das Unfallrisiko erheblich höher.
  • Pass besonders auf, wenn du ein Tier in Strassennähe siehst: Es könnten sich andere Tiere in der Nähe aufhalten.
  • Wenn du trotz allem nicht mehr rechtzeitig anhalten kannst, versuche zumindest gefährliche Ausweichmanöver zu vermeiden, die in einem Baum enden oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnten.

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen sollte, handle wie folgt:

  • Markiere die Unfallstelle mit dem Pannendreieck und schalte die Warnblinker ein.
  • Informiere die Polizei oder den Wildhüter. Du machst dich strafbar, wenn du ers unterlässt. 
  • Berühre das Tier nicht; Polizei oder Wildhüter wissen am besten, was zu tun ist. 

Vergiss nicht: Damit deine Versicherung den Schaden übernimmt, ist ein Polizeirapport auch bei einem Unfall mit Wildtieren unerlässlich.

 

Quelle: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu