
Ist der Wintermantel schon ausgemottet, stehen die gefütterten Schuhe bereit? Wenn es morgens beim Aufwachen wieder dunkel ist und auf der vom Nebel feuchten Strasse mehr Blätter liegen als an den Bäumen hängen, ist es Zeit, sich für die kältere Jahreszeit zu rüsten. Mit diesen Tipps von der bfu machst du auch deinen Wagen winterfest:
Reisen mit Sicherheit
- Erste Priorität haben richtige Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe (mindestens 4 Millimeter).
- Liegen Eiskratzer, Schneebesen und Handschuhe bereit?
- Gummibodenmatten halten Schmelzwasser zurück und lassen sich leicht reinigen.
- In den Bergen ist man mit einem Paar angepasster Schneeketten auf der sicheren Seite.
- Einige Werkstätten offerieren so genannte Winterchecks und überprüfen dabei unter anderem den Zustand der Batterie, die Frostsicherheit des Kühlmittels oder die Scheinwerfereinstellung.
- Eine gründliche Lackreinigung und Konservierung schützt die Aussenhaut vor winterlicher Witterung.
Quelle: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu
Detaillierte Checkliste Wintercheck fürs Auto
So kommen Sie im Winter nicht ins Schleudern
Trotz "Schnee bis in die Niederungen" oder "Temperaturen unter dem Gefrierpunkt" sind Sie mit dem richtigen Material im Auto sicher unterwegs. Dazu gehören
- Eiskratzer
- Besen
- Schaufel
- Schneeketten
- Abschleppseil
- Streusplitt
- Handschuhe
- Taschenlampe
- Reserveglühlampen und Sicherungen
- Batterieüberbrückungskabel
- Antibeschlagtuch
Kontrollieren Sie rechtzeitig vor Wintereinbruch
- Bremsen
- Batterie: Gerade wenns draussen kalt ist, braucht die Starterbatterie mehr Strom. Füllen Sie gegebenfalls Flüssigkeit nach oder ersetzen Sie eine alte Batterie, die nichts mehr taugt.
- Scheinwerfer und alle anderen Lichter
- Übrige elektrische Anlagen
- Luftdruck (0,3 bar über dem Normaldruck)
- Scheibenwischerblätter
- Scheibenwaschwasser mit Frostschutzmittel
- Kühlwasser (Frostschutz bis minus 30 Grad Celsius)
Trimmen Sie Ihr Fahrzeug auf die kalte Jahreszeit
- Montieren Sie die Winterreifen frühzeitig, warten Sie nicht auf den ersten Schnee, denn Winterreifen halten schon ab sieben Grad über dem Gefrierpunkt bedeutend besser als Sommerreifen. Die Profiltiefe muss mindestens vier Millimeter betragen. Verwenden Sie für alle vier Räder dieselben Reifen.
- Wählen Sie Felgen aus Stahl, da Leichtmetallfelgen wegen des Salzes korrodieren.
- Üben Sie die Schneekettenmontage zu Hause im Trockenen. So bereiten Sie sich optimal auf einen Schneesturm vor.
- Decken Sie abends die Front- und Heckscheibe mit Karton oder Folie ab, wenn Ihr Auto nicht in einer Garage steht.
- Behandeln Sie Türschlösser, Tür- und Fensterdichtungen gegen Vereisung mit Silikonöl oder Glycerin.
- Schützen Sie Autoteppiche mit Gummimatten vor Nässe und Schmutz.
- Lassen Sie beim Anlassen die Innenbelüftung ausgeschaltet, bis der Motor warm ist.
- Verbessern Sie die Übertragungskraft mit einem Zusatzgewicht (z. B. 50-Kilogramm-Sandsack) im Kofferraum, wenn Ihr Fahrzeug Hinterradantrieb hat.
- Schützen Sie den Lack gegen Frost, Salz und Schmutz mit Hartwachs.
Wer weiss wie, kommt sicherer durch den Winter
- Entfernen Sie vor der Wegfahrt Schnee und Eis von den Scheiben, Lichtern, Blinkern und Rückspiegeln. Auch Dach und Motorhaube sollten Sie von Schnee befreien.
- Fahren Sie immer mit Abblendlicht.
- Fahren Sie bei verschneiter oder vereister Fahrbahn besonders vorsichtig.
- Denken Sie daran, dass schon bei Lufttemperaturen zwischen fünf und acht Grad auf unterkühlten Brücken, an schattigen und exponierten Stellen mit Eis, Schnee und Taureif auf der Fahrbahn gerechnet werden muss.
- Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen an und vergrössern Sie den Abstand zu den anderen Fahrzeugen. Auf Schnee und Eis ist der Bremsweg bis zu zehnmal länger.
- Achten Sie jetzt besonders auf Fussgänger. Wer dunkel gekleidet am Morgen oder abends auf die Strasse tritt, wird oft nicht rechtzeitig bemerkt.
- Fahren Sie bei Schneematsch in den eingefahrenen Spuren.
- Vermeiden Sie brüskes Bremsen und Beschleunigen und machen Sie keine abrupten Lenkbewegungen.
- Ziehen Sie auf längeren Fahrten warme Kleider und Schuhe an und nehmen Sie etwas Proviant mit.
Wenn das Auto im Schnee stecken geblieben ist
- Entfernen Sie den Schneekeil, der sich als Widerstand an den Rädern gebildet haben kann.
- Richten Sie die Vorderräder gerade, damit sie möglichst wenig Widerstand verursachen.
- Fahren Sie mit dem Auto so weit wie möglich vor und zurück, bis eine Spur entsteht. Setzen Sie das Fahrzeug mit der geringstmöglichen Motordrehzahl und sanft betätigter Kupplung in Bewegung.
Wir wünschen auch an eisigen Tagen eine unfallfreie Fahrt!
