Gelangen die Nüsschen in die Luftröhre können sie lebensgefährliche Atemnot verursachen. Unter Vollnarkose müssen sie in heiklen Operationen entfernt werden.
Erdnüsschen gehören nicht in die Nähe von Kindern unter 5 Jahren!
Erdnüsschen sind nicht wegzudenken aus der vorweihnachtlichen Früchteschale: Mandarinen, Orangen, Datteln, Feigen, Lebkuchen... und eben Nüssli in Hülle und Fülle. Fast beiläufig knacken wir sie, Stück um Stück, und staunen nach einem gemütlichen Schwatz am Esstisch, wie gross der Schalenberg vor uns geworden ist. Doch was für die grösseren Kinder und auf für Erwachsene Genuss pur ist, stellt für die Kleinen eine grosse Gefahr dar.
Von November bis Januar müssen in schweizer Spitälern gehäuft Kleinkinder notfallmässig in Vollnarkose untersucht und behandelt werden, weil Erdnüsschen in die Atemwege geraten sind. Wenn ein kleines Kind die Erdnuss nicht sorgfältig kaut, und vielleicht während des Nüsschenknabberns spricht, spielt oder sogar umherrennt, rutschen die Nüsse schnell einmal in die Luftröhre und werden dann in die Bronchien eingeatmet. Atemnot und/oder anhaltender Husten sind die Folge.
Erdnüsschen sind also unbedingt unerreichbar für Kinder aufzubewahren. Auch lohnt es sich, dem Samichlaus zu melden, er möge doch seinen Sack anderweitig füllen...Und wer als Mutter/Vater bemerkt, dass die Spielgruppenleiterin oder Kindergartenlehrerin sich der Gefahr noch nicht bewusst ist, darf nicht zögern, sie darauf hinzuweisen.
Sollte trotz aller Vorsicht der Verdacht aufkommen, ein Kind könnte sich an einer Nuss verschluckt haben, sind folgende Tipps zu beachten:
- Bei akuter Atemnot:
- Kopf vornüber und aushusten lassen
- Eventuell Kind von hinten umfassen und auf den Oberbauch drücken um das Aushusten des Fremdkörpers zu unterstützen (Heimlich-Manöver)
- Bei bleibendem Husten (auch nach ausgehusteten Erdnüssen) unbedingt einen Arzt aufsuchen, da weitere Nüsschen die Atemwege verlegen können.
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