Zum ersten Mal begangen wurde der Muttertag Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA. Anna Jarvis in Philadelphia startete am 9. Mai 1907 (zum 2. Todestag ihrer eigenen Mutter, Ann Jarvis aus Grafton, West Virginia) eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter.
Der Feiertag zu Ehren unserer Mütter
Die Bewegung wuchs rasch an. Bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. 1912 führten ihn die Methodisten ein und am 8. Mai 1914 wurde dann vom US-Kongress der 2. Sonntag im Mai zum Muttertag erklärt.
Nachdem England den mothering day übernommen hatte, verbreitete sich der Feiertag 1917 in der Schweiz, 1918 in Norwegen, 1919 in Schweden, in Deutschland seit 1922 und 1924 in Österreich.
In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 schließlich durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber etabliert. Mit Plakaten in Schaufenstern („Ehret die Mutter“), kleineren Werbekampagnen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Geschäftsführer Rudolf Knauer der Weg bereitet.
In Österreich gilt Marianne Hainisch als Initiatorin des Muttertages, der während der zweiten Amtszeit ihres Sohnes Michael Hainisch als Bundespräsident eingeführt wurde.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertags mit der Idee der germanischen Herrenrasse verknüpft. Zudem verknüpften die Nationalsozialisten die gebärfreudige Mutter mit dem Gedanken einer Heldin am eigenen Volke, die dieses durch verstärkte Produktion von Nachwuchs fördere. Schon 1933 wurde der Muttertag ein offizieller Feiertag. Die religiös anmutenden Feierlichkeiten wurden in Konkurrenz zu christlichen Feiern auf sonntags um 10 Uhr angesetzt. 1938 wurde zusätzlich das Mutterkreuz eingeführt, das auch am Muttertag verliehen wurde.
Der Muttertag ist nicht mit dem Internationalen Frauentag am 8. März zu verwechseln.
Gegenwärtig ist der Muttertag (neben dem Valentinstag) wieder der traditionelle Tag des Genussmittel- und Blumenhandels.
Quelle: Wikipedia®
Basteln statt kaufen
Die Anleitung findest du im Bastelparadies.
Als Kind habe ich zu den Feiertagen für meine Familie immer gern etwas gezeichnet oder gebastelt. So hatte ich nicht nur die Freude am Fest sondern auch noch ein paar Tage Vorfreude, während ich die Geschenke fertig gestellt habe.
Manchmal habe ich mit meinem Vater zusammen für meine Mutter auch etwas spezielles gekocht oder für sie den Haushalt übernommen. Sie hat sich immer besonders darüber gefreut, sich einmal einen Tag lang von der Arbeit ausruhen und von ihren Männern bedienen und verwöhnen lassen zu können.
Selbst als ich schon lange erwachsen war, haben meine Eltern und ich es beibehalten, zu besonderen Anlässen etwas Selbstgemachtes zu schenken. Denn so konnten wir unsere Liebe deutlicher zum Ausdruck bringen als durch gekaufte Geschenke oder gar durch Geldgeschenke.
Weitere Geschenke, über die die Mutter sich wirklich freut
- Nehmt ihr am Muttertag Arbeit ab.
- Sagt ihr, dass ihr sie lieb habt.
- Sorgt dafür, dass euer Heim sauber, aufgeräumt und gemütlich ist.
- Singt oder musiziert speziell für sie (wenn ihr meint, dass es gut klingt).
- Kümmert euch mit dem Vater zusammen um die kleineren Kinder und um die Haustiere.
- Plant einen Spaziergang an einem Ort, den die Mutter lange schon einmal sehen wollte.
- Macht eine Videoaufnahme von einem Film, den eure Mutter gern sehen wollte und verpasst hat.
- Ladet einen Menschen zu euch ein, den eure Mutter lange nicht mehr gesehen hat und den sie vermisst.
- usw.
Ihr habt sicher selbst viele Ideen, weil ihre eure Mutter kennt und wisst, was sie gern hat. Wenn ihr das ganze Jahr über wach und aufmerksam seid und euch aufschreibt, welche kleinen Wünsche die Mutter äussert, dann wisst ihr immer, womit ihr ihr zu den verschiedensten Feiertagen eine Freude machen könnt. Wünsche wie z. B. "Ich wünschte, ich müsste nicht jeden Tag mit dem Hund raus." oder "Es wäre so schön, wenn die Kinder auch einmal den Meersäulikäfig gründlich putzen würden." oder "Seit Tante Therese umgezogen ist, vermisse ich sie richtig."...
Ein Appell an alle Eltern und Grosseltern
Es geht bei Kinderzeichnungen und Selbstgebasteltes nicht darum, ob ihr es schön findet oder nicht. Und bei den Kochkünsten der Kinder ist es auch nicht wichtig, ob es euch wirklich besser schmeckt als wenn ihr die Speisen selbst zubereitet hättet. Die Kinder haben an euch gedacht und sich Mühe gegeben, euch mit etwas ganz Besonderem zu überraschen. Freut euch darüber, dass die Kinder euch ihre Liebe zeigen wollen. Das Geschenk ist einmalig auf der Welt. Es gibt es kein zweites Mal. Zeigt eure Freude und Dankbarkeit und werft das Geschenk nicht gleich weg, sondern gebt ihm für eine gewisse Zeit einen Ehrenplatz in eurem Haus. Denn das Kind hat euch mit der Zeichnung oder Bastelarbeit schliesslich auch auf einen Ehrenplatz in seinem Herzen erhoben.
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