
Markenklamotten, der richtige Saft zum Frühstück oder der neue Klingelton. Eltern begegnet täglich einer dieser Kinderwünsche - geweckt durch die Werbung. Unternehmen haben Kinder als interessante Zielgruppe schon lange entdeckt. Denn Kinder haben Geld. Laut KidsVerbraucherAnalyse 2005 verfügen die 5,98 Millionen der 6-13-Jährigen in Deutschland über rund 5,5 Milliarden Euro pro Jahr.
Was ist Realität und was nicht?
In der Zeit, in der ein für Kinder attraktives Fernseh-Programm läuft, hauptsächlich nachmittags und an den Wochenenden wird eine steigende Zahl von Werbespots mit Kinderprodukten geschaltet. In diesen Spots haben die Produkte eine große Bedeutung für den Kinder- Alltag. Sie stiften Freundschaften, machen "cool" und vermitteln eine Menge Spaß. Mit Musik, besonderer Bildtechnik und vor allem über sympathische Figuren werden kleine Geschichten erzählt. Kinder identifizieren sich mit diesen Figuren und bieten damit eine große Angriffsfläche bei dem Versuch, Markenbewusstsein und -treue zu schaffen.
Für Kinder bedeutet Werbung in erster Linie Fernsehwerbung, Radiospots und Anzeigen in Magazinen. Andere Formen der Werbung, wie Merchandising (das T-Shirt zum Kinofilm) oder Spielshows mit Gewinnen, nehmen Kinder überhaupt nicht als Werbung wahr.
Das Problem bei der Fernsehwerbung liegt in der Fähigkeit, Werbung vom eigentlichen Programm zu unterscheiden und einzuschätzen, ob das Versprochene auch realistisch ist. Bis zum Alter von sieben Jahren halten Kinder Werbung für Unterhaltung, die gezeigt wird, damit sie etwas zu lachen haben und das Fernsehen nicht so langweilig ist. Bis zum Alter von zehn Jahren erkennen Kinder die Funktion der Werbung nur stark eingeschränkt.
Die Komplexität und Vielfalt der verschiedenen Werbeformen macht es heute unmöglich, Kinder komplett abzuschotten.
Ein Beitrag von SCHAU HIN!
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