
Quizzsendungen sind in. Wer träumt nicht davon, einmal den Thron des Ratekönigs zu besteigen. Ungekrönter König unter den Quizshow-Moderatoren der ARD ist eindeutig Jörg Pilawa.
Du hast jetzt die Chance, dein Wissen an den Fragen seines großen Erziehungstests zu überprüfen.
SCHAU HIN! hat die besten Fragen der Sendung zum Thema Medienerziehung ausgewählt.
Bist du ein Erziehungsprofi?
1. Deine beiden Kinder (14 und 9 Jahre) streiten sich um den einzigen Computer. Der Kleine kommt mit blutiger Nase weinend zu dir. Was machst du, nachdem du ihn verarztet hast?
a) Der Ältere sollte vernünftiger sein. Um das zu lernen, hat er eine Woche Computerverbot.
b) Geschwisterstreit ist völlig normal. Ich halte mich raus.
c) Solange sich die beiden nicht einigen können, bleibt der Rechner aus.
d) Computer sind auch wichtige Lernmittel. Ich besorge einen zweiten, so gibt es keinen Streit mehr.
Begründung:
A. Die Eltern haben unrealistische Erwartungen und verhängen eine Strafe, die sich nicht auf das Fehlverhalten bezieht.
B. Die Eltern erwarten, dass die Geschwister sich streiten, und lassen deshalb gewaltsame Auseinandersetzungen zu.
C. Die Eltern haben die Erwartung und das Vertrauen in ihre Kinder, dass sie eine Lösung finden. Sie stecken dafür den Rahmen.
D. Die Eltern sind nachgiebig, sie vermeiden Konflikte, statt Strategien zu ihrer Behebung zu finden.
2. Deine Tochter (14 Jahre) telefoniert dauernd mit ihrem Handy und hat dadurch bei dir hohe Schulden. was tust du?
a) Ich übernehme die Schulden ? dafür bleibt das Handy ein Jahr lang tabu.
b) Ich behalte das Handy ein, bis sie die Schulden abgezahlt hat. Dann bekommt sie ein Kartenhandy.
c) Ich erlasse ihr die Schulden, weil es für sie zuviel wäre. Sie hat bestimmt etwas gelernt.
d) Sie muss einen Job annehmen, um die Schulden zu bezahlen. So lernt sie den Umgang mit Geld.
Begründung:
A. Die Eltern schützen die Tochter vor den Konsequenzen ihres Verhaltens, indem sie die Kosten übernehmen, und strafen die Tochter mit Handyverbot. Ziel wäre, dass sie lernt mit den Kosten für das Handy umzugehen.
B. Die Tochter lernt, dass sie für ihr Verhalten die Verantwortung übernehmen muss, indem sie die Schulden abbezahlt. Danach bekommt sie ein Kartenhandy, damit sie bei diesem Schritt lernt, die Ausgaben für das Telefonieren selbst zu begrenzen.
C. Die Eltern setzen keine Grenzen, geben keine Orientierung. Die Tochter hat gelernt, dass sie es sich leisten kann, Schulden zu machen, weil ihre Eltern dafür aufkommen.
D. Als Schülerin mit 14 einen Job annehmen zu müssen, um Schulden abzuzahlen, ist der Leistung in der Schule abträglich. Sie lernt nicht den Umgang mit Geld, wenn sie weiter das Handy benutzt und mehr Schulden macht.
3. Deine Söhne (8 und 10 Jahre) streiten sich laut über das TV-Programm. Der eine will eine Kindersendung, der andere ein Fußballspiel sehen. Wie verhältst du dich?
a) Ich gehe aus dem Zimmer. Die beiden können sich selbst einigen.
b) Ich schalte das Fernsehgerät aus, wenn sie weiter streiten. Sie dürfen zwei Tage nicht fernsehen.
c) Der Ältere darf seine Sendung sehen, dafür spiele ich mit dem Jüngeren dessen Lieblingsspiel.
d) Ich erkläre, sie sollen sich abwechseln: einmal darf der Ältere bestimmen, dann der Jüngere.
Begründung:
A. Die Eltern erkennen, dass es sich um ein Problem der Kinder handelt, zumal keine Gewalt angewandt wird. Indem sie sich nicht einmischen, erlauben sie den Kindern zu lernen, miteinander zu kooperieren und Probleme gemeinsam zu lösen. An solche Lösungen halten sich Kinder eher als an Lösungen, die Eltern vorgeben.
B. Die Eltern übernehmen die ganze Verantwortung, sie verhängen eine willkürliche Strafe und geben den Kindern keine Chance zu kooperieren und eine Lösung zu finden.
C. Die Eltern übernehmen die ganze Verantwortung und finden selbst eine Lösung (die zu einem anderen Zeitpunkt problematisch werden könnte). Die Kinder lernen nicht, gemeinsam Lösungen zu finden und erwarten auch in Zukunft von den Erwachsenen, dass sie Probleme für sie lösen.
D. Die Eltern übernehmen die ganze Verantwortung und finden selbst eine Lösung. Möglicherweise halten sich die Kinder jetzt an diese Lösung, aber da sie an der Entscheidung nicht beteiligt wurden, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie sich in der Zukunft nicht daran halten werden. Die Kinder lernen nicht, selbst Lösungen zu finden.
4. Du merkst plötzlich, dass dein Sohn (10 Jahre) wieder ein gewalttätiges Computerspiel spielt, obwohl du ihm das verboten hast. Was sagst du?
a) Ich spreche noch mal mit ihm über das Thema Gewalt. Heutzutage ist das extrem wichtig.
b) Ich schalte den Rechner aus. Er muss begreifen, dass er mich enttäuscht hat.
c) Ich stelle ihn vor die Wahl: Entweder löscht er das Spiel oder ich.
d) Er darf das Spiel zu Ende spielen. Dann lösche ich es.
Begründung:
A. Die Eltern lassen sich zum wiederholten Male auf Diskussionen ein, anstatt klare Grenzen zu setzen und dadurch Orientierung zu geben. Konfliktvermeidung und Laissez-faire-Haltung der Eltern.
B. Die Eltern reagieren autoritär und fordern dadurch zum Machtkampf heraus. Schuldgefühle beim Kind zu erzeugen und enttäuschte Ablehnung des Kindes als Person (keine Trennung von Tat und Täter), fördern weder die Einsicht noch eine gute Eltern-Kind-Beziehung.
C. Die Eltern lassen sich nicht auf einen Machtkampf ein, sondern sie lassen Konsequenzen folgen: Sie geben Wahlmöglichkeiten innerhalb der von ihnen gesetzten Grenzen. Das Kind bekommt Orientierung und kann entscheiden. Die Grenzen sind klar.
D. Die Eltern lassen das Kind gewähren, sie setzen zunächst keine Grenzen. Das Kind wird nicht nachvollziehen können, weshalb es zuerst spielen darf und dann in Zukunft nicht mehr. Die Dramatik der schließlich gesetzten Grenze ist übertrieben.
Lösung: Die besten Erziehungs-Ansätze sind 1c, 2b, 3a und 4c
Quelle: http://www.schau-hin.info
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