
Auf einem Elternabend treffen die Eltern der Schülerinnen und Schüler einer Klasse auf deren Lehrer. Mindestens zweimal im Jahr findet das Treffen statt und wird vom Klassenelternbeirat geleitet.
Wie ein Elternabend funktionieren kann
Am Elternabend stellen Lehrer den Lehrplan des kommenden Schuljahres vor, besprechen Projektwochen oder die nächste Klassenfahrt. Aber auch Themen wie Cliquenbildungen und Zunahme von Gewalt in der Klasse, Verhaltensauffälligkeiten oder Handy-Schummeleien im Unterricht werden in vielen Gruppen angesprochen. Und weil nicht alle Probleme gleich auf das Lehrerpult gehören, treffen sich manche Eltern zusätzlich in gemütlicher Runde, um über den Familien- und Schulalltag zu diskutieren.
SCHAU HIN! will Eltern miteinander ins Gespräch bringen - mit und ohne Lehrer.
Im Mittelpunkt der SCHAU HIN! Elternabende steht, wie die Kinder Medien nutzen? Was Eltern erlauben? Wo sie Grenzen setzen und welche Erfahrungen sie dabei machen?
1 Die Vorbereitung des Elternabends
Die hier zusammengestellten Materialien wollen dabei nur eine erste Anregung geben. So können Ausschnitte aus Fernsehsendungen (z. B. Kindernachrichten aus ?logo!?, MTV-Musikvideos) den Abend einleiten. Es ist aber auch möglich, dass sich Eltern zu Beginn des Elternabends gemeinsam ein Computerspiel anschauen oder im Internet surfen, um das Medium besser kennen zu lernen.
Eine Einstiegshilfe kann auch die TV-Dokumentation des RBB ?Ich sehe was, was du nicht siehst" sein. Sie macht die Möglichkeiten, Chancen, aber auch die Probleme und Fragen zu Mediennutzung zum Thema. Erziehungsberater, Medienexperten und Lehrer erklären in der Dokumentation, wie sich der Schulalltag durch die Medien verändert hat und was passiert, wenn Kinder zu wenig Anleitung und Hilfe von den Eltern bekommen. Schüler berichten aus ihrer Sicht.
2 Über Medien reden
SCHAU HIN! hat für Eltern Materialien zu folgenden Schwerpunkten zusammengestellt:
Neben einer kurzen Online-Einführung gibt es umfangreiche Bücherempfehlungen, Links und CD-ROM Tipps zum jeweiligen Schwerpunkt. Sie helfen den Elternabend vorzubereiten und einen Diskussionsleitfaden zu entwickeln.
3 Die Fortsetzung
Natürlich kann es nach dem ersten Abend jederzeit weitergehen. Bis zur zweiten Veranstaltung können Eltern zum Beispiel das Medienverhalten ihrer Kinder intensiver beobachten und ihre Kinder fragen: Was macht Computerspiele so interessant? Warum verzichten sie lieber auf Schlaf als mit ihren Freunden die Nacht vor dem Computer zu verbringen? Oder: Wissen die Kinder, was passiert wenn sie bei Klingeltonanbietern ihre persönlichen Daten eingeben? Welche Rolle spielen Handy, Computer & Co wenn es darum geht, von anderen Mitschülern anerkannt zu werden?
Wichtig ist erst einmal, viel miteinander zu reden und statt rigoroser Verbote verstehen zu lernen, was Kinder an den Medien begeistert. Wie danach die Nutzung sinnvoll kontrolliert werden kann, könnte das Thema des Eltern-Folgeabends sein. Auch die Erprobung von Erziehungsmethoden wie etwa eines Medienkontos für die Kinder, könnten am zweiten Abend besprochen werden.
Eltern könnten sich darüber hinaus engagieren, dass das Thema in den Unterricht aufgenommen oder als Schulprojekt realisiert wird. In Kooperation mit den Lehrern können dann Nutzungsverhalten, Herstellung und Selbstproduktion von Medien durch Schüler erprobt und bearbeitet werden. Nach einer Projekt- oder Lernphase können die Schüler zum zweiten Medien-Elternabend eingeladen werden, um mit ihren Eltern und den Lehrern die Ergebnisse zu diskutieren.
Weiterführende Informationen und noch mehr Ideen gibt es unter dem Titel Eltern-Kinder-Medienwerkstatt im Angebot von SCHAU HIN!.
Quelle: SCHAU HIN!
Wenn du einen Medien-Tipp hast, maile ihn bitte an:
info(at)4family.ch
