
Hausaufgaben im Internet recherchieren, die neuesten Computerspiele spielen oder selbst einen Computer zusammenzubauen ist für viele Jugendliche selbstverständlich. Und auch wenn die Erwachsenen aufholen, so richtig mitreden können nur wenige. SCHAU HIN! hilft Eltern beim Umgang mit dem Thema Computer und Internet. Mit den folgenden Anregungen und Fragestellungen, sowie einem umfangreichen Informationspaket können sie gemeinsam mit Eltern und Lehrern den ganz persönlichen SCHAU HIN! Elternabend gestalten. Oder laden Sie einfach Freunde ein und diskutieren Sie los.
Gesellschaftliches Phänomen
"Früher lasen Kinder Bücher und tollten im Wald herum, heute sitzen sie stundenlang vor dem Rechner zum Spielen und Chatten und werden dabei dick." So könnte - zugespitzt formuliert - eine Behauptung umschrieben werden, die immer wieder durch Medien und Politik geistert. Unterschiedliche Studien zeigen, dass dieses Vorurteil so nicht stimmt.
Dass Computer und Internet immer größere Bedeutung im Alltag erlangen, ist ein gesellschaftliches Phänomen, welches sich nicht auf Kinder und Jugendliche beschränkt. So gibt es kaum noch Berufssparten, in denen PC-Kenntnisse nicht notwendig - oder zumindest förderlich - sind. Ganz abgesehen von den Möglichkeiten, die die vernetzte Unterhaltungselektronik schon heute für die Freizeitgestaltung bietet. Laut Statistik verfügen in Deutschland 64 Prozent aller Haushalte über einen Computer, 47 Prozent surfen bereits im Web - Tendenz weiter steigend. Auch in Schulen gibt es immer mehr Computerunterricht.
Mediennutzung fördert Kompetenz
So erscheint es nur logisch, wenn sich Kinder und Jugendliche zunehmend mit dem PC und dem World Wide Web auseinander setzen. Eine rege Nutzung dieser Technik sei durchaus ein Zeichen von gestiegener Medienkompetenz, meint dazu die Medienforscherin Sabine Feierabend.
Manche Experten, wie zum Beispiel die Professorin für Medienpädagogik Klaudia Schultheis von der Universität Eichstätt, plädieren für den Einsatz des PC bereits in der Grundschule oder gar im Kindergarten - wenn bestimmte Regeln eingehalten und die Kinder nicht allein am Rechner gelassen werden.
Kinder lernen durch Ausprobieren und die Fehler, die sie dabei machen - mit anderen Worten: durch Spielen. Kindersoftware, Kindercomputer, Kindermäuse. Für den Einstieg in die digitale Welt bietet der Markt alles, was dazu an Ausstattung notwendig ist.
Wichtiger noch ist, dass Kinder gemeinsam mit Erwachsenen vor dem Rechner sitzen. Auch die scheinbar einfachsten Hardwarefunktionen oder Softwareanforderungen können gerade bei jüngeren Kindern eine Menge Fragen hervorrufen. Werden sie nicht beantwortet, erlischt auch schnell das Interesse oder es entsteht sogar eine tiefe Abneigung gegen die Technik.
Ist ein Erwachsener dabei, der über Probleme hinweg hilft, öffnet sich für die Kleinen eine Welt voller Möglichkeiten: Eine ganze Reihe von Edutainment- und Unterhaltungsspielen sorgen für viel Spaß und fördern obendrein Fähigkeiten wie logisches Handeln, vernetztes Denken, Sprachfähigkeit oder kreativen Ausdruck.
Der Weg ins World Wide Web
Sind die ersten Schritte am PC erfolgreich getan, ist es ein kurzer Weg ins Internet. Wie bei der Spiel- und Lernsoftware gibt es auch hier Websites für alle Altersgruppen. Was für den Umgang mit dem PC gilt, gilt erst recht im Web: Kinder sollten zu Beginn nicht unbeaufsichtigt im Internet surfen. Ungeeignete oder gefährdende Sites sind nur wenige Klicks entfernt. Wie Kinder am Besten ans Internet herangeführt werden sollten, erklärt Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Professor für Erziehungswissenschaften und Medienpädagogik, im SCHAU HIN! Interview.
Quelle: http://www.schau-hin.info
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