Beim 2. Vortragszyklus am 14. Mai 2007 in Zürich von Dr. Ted Baehr (Hollywood), Medienexperte und Filmkritiker, Gründer der "Christlichen Film- und TV-Kommission", hielt Herr Rolf Stucker, Leiter Jugenddienst der Stadtpolizei Zürich, einen einleitenden Vortrag.
4Family war dabei.
Hier ein paar Notizen vom Vortrag, mit Links auf die Website der Stadtpolizei.
Jugendkriminalität kann mit Repression allein nicht bekämpft werden.
Wir haben Verständnis für Jugendliche und ihre Probleme, aber nicht für ihre Delikte.
Wir erkennen Tendenzen.
Der Jugenddienst hat drei Aufgabenbereiche:
- Repression/Intervention
- Prävention (z. B. mehrmals wöchentlich Patrouillen an bekannten Treffpunkten)
- Öffentlichkeitsarbeit (Arbeitsgruppen, Vernetzung mit den Schulen, Medienarbeit)
Das Jugendstrafrecht ist kein eigentliches Bestrafungsrecht sondern ein Nacherziehungsrecht.
Delikte sind Jahreszeiten abhängig. Und bei Regen passiert weniger.
Die Qualität von Jugendgewalt hat sich verändert.
Dabei haben die Medien, besonders Bilder und Filme einen grossen Einflussfaktor.
Angst vor Repressalien und das Gefühl von Ohnmacht bestimmen das Anzeigeverhalten der Leute. Das erschwert unsere Arbeit.
Das Jugendstrafrecht ist extrem täterorientiert, die Opfer spielen keine Rolle.
Bei Jugendgewalt ist die Hemmschwelle zum Teil sehr niedrig. Es gibt eine hohe Brutalität, und die Opfer werden nach der Tat oft noch gequält und gedemütigt.
Eltern lassen ihre Kinder oft Monate lang im Erpressungsstress, weil sie nicht den Mut haben zu reden.
Neulich haben wir einen Jugendlichen bei der Tat ertappt. er war froh, dass er gefasst wurde, weil er dadurch einen Ausweg sah.
Nachdem Kinder ausgeraubt wurden, gibt es häufig traumatisierte Eltern, die ihre Kinder nicht mehr allein auf die Strasse lassen.
11-jährige sind oft traumatisiert, wenn sie Gewalt, Pornografie usw. auf ihrem Handy entdecken.
Aktuelle Präventionsmassnahmen: An Wochenenden (Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag) bieten wir jeweils von 22.00 bis 24.00 Uhr Midnight Basketball an.
Und wir führen jetzt die Aktion Bliib suuber! durch, eine Präventionskampagne gegen Gewalt und Pornographie auf Handy und Computer, denn wir müssen immer wieder Handys sicherstellen, auf denen unerlaubte Daten gespeichert sind, wie z. B. "Happy Slapping".
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