Kinder am PC

Es sind die Eltern, die in Sachen PC Nachhilfeunterricht brauchen. Während ihre Kinder mit Leichtigkeit durchs Netz surfen und sich immer schnellere Rechner wünschen, holen die Eltern nur langsam auf. Trotzdem können sie die Kinder beim Umgang mit dem PC unterstützen. Wie?

SCHAU HIN! mit den zehn goldenen PC-Regeln.

  1. Klare Regeln
    Vereinbare mit deinem Kind klare Regeln und Zeiten zur Computernutzung. Achte auf die Einhaltung dieser Abmachung.
  2. Kenntnis der Spiel- und Lernsoftware
    Mach dich selbst mit Spiel- und Lernsoftware vertraut, um deinem Kind geeignete Spiele nahe bringen zu können. Beschreibungen und Einschätzungen zu den wichtigsten PC-/Konsolenspielen findest du in der Zeitschrift "Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt".
  3. Alterskennzeichnung
    Achte bei Computer- und Bildschirmspielen auf die Alterskennzeichnung nach dem Jugendschutzgesetz. Sie dient dir als Orientierungshilfe. Über die Altersfreigabe kannst du dich bei der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) informieren.
  4. Gemeinsam spielen
    Ab und zu solltest du gemeinsam mit deinem Kind spielen. Sprich mit ihm über gute und schlechte Spiele. Lass dir von deinem Kind die PC-Spiele erklären, die es gerne nutzt. Dein Kind wird stolz sein, auch dir einmal etwas beibringen zu können.
  5. Beobachten
    Beobachte, mit wem, wo und wie oft dein Kind Computerspiele nutzt.
  6. Ego-Shooter
    Insbesondere bei den so genannten Ego-Shootern solltest du auf die Alterskennzeichnung achten. Kinder und jüngere Jugendliche können im Umgang damit überfordert sein. Insbesondere Kinder im Vor- und Grundschulalter können noch nicht klar zwischen Realität und Fiktion unterscheiden.
  7. LAN-Parties
    Wenn dein Kind zu einer LAN-Party gehen möchte, erkundige dich beim Veranstalter, welche Spiele dort gespielt werden, wie viele Kinder teilnehmen, wer die Aufsicht führt. Auch bei einer LAN-Party müssen die Alterskennzeichnungen der USK beachtet werden. Frage dein Kind, was es an diesen Treffen gut findet. Ob du deinem Kind die Teilnahme erlaubst, musst du im Einzelfall entscheiden, denn niemand kennt dein Kind besser als du!
  8. Kein Missbrauch des Computers
    Benutze den Computer nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel und missbrauche ihn nicht als Babysitter.
  9. Erfahrungsaustausch
    Tausche dich mit anderen Eltern über deine Beobachtungen und Erfahrungen zu Computer- und Videospielen aus.
  10. Ausgleich
    Sorge für geistigen und körperlichen Ausgleich zum Computer und biete deinem Kind attraktive Alternativen an.

Quelle: http://www.schau-hin.info

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info(at)4family.ch

Kommentar

In Südkorea sind die ersten Kinder am Computer vertrocknet. Das Beispiel soll zeigen, dass die Attraktivität des Computers so hoch ist, dass die Kinder den Körper und seine Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen.

Den Kindern fehlen in der realen Welt Aufgaben, an denen sie wachsen können. Was können wir Eltern und Grosseltern ihnen bieten, damit sie Lösungen nicht überwiegend in der virtuellen Welt suchen?

Kinder haben eigentlich Wichtigeres zu entdecken: den eigenen Körper, die Natur, andere Menschen, die Welt.