
In vielen Kinderzimmern steht er bereits, der Fernseher. Kleinere Kinder sind fasziniert von den bunten Bildern. Die älteren suchen Action, Liebesdramen und Sendungen, in denen Wissen vermittelt wird. Wie Eltern den Fernsehkonsum steuern und mit ihren Kindern darüber reden können:
SCHAU HIN! mit den zehn goldenen Fernsehregeln.
Bist du ein Erziehungsprofi? Die besten Fragen zum Thema Medienerziehung.
- Regeln vereinbaren
Vereinbare mit deinen Kindern klare Regeln, wann, wie lange und was sie im Fernsehen gucken dürfen und achte auf die Einhaltung der Vereinbarung. Schon aus diesem Grund gehört ein Fernseher nicht ins Kinderzimmer, denn dann ist Kontrolle kaum noch möglich. - Gemeinsam fernsehen
Der Fernseher eignet sich nicht als Babysitter. Schau, so oft es geht, gemeinsam mit deinem Kind fern. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen unsere Begleitung. Bekannte Formate und Videos, von denen du weisst, dass sie gut zu verkraften sind, können die Kinder gelegentlich auch allein ansehen. - Über Erlebnisse sprechen
Achte auf die Signale deines Kindes beim Fernsehen und geh darauf ein. Und sei nicht irritiert, wenn dein Kind beim Fernsehen spricht oder im Zimmer umherläuft. Hierdurch verarbeitet es die Fernseherlebnisse. - Fernsehen ist kein Druckmittel
Das Fernsehen sollte nicht als Mittel für Belohnung und Strafe eingesetzt werden. Dem Medium wird dabei eine Bedeutung verliehen, die mit dem eigentlichen Grund der Bestrafung (z. B. das Zimmer wurde nicht aufgeräumt) nichts zu tun hat und das Interesse am Fernsehen wird durch das Verbot noch gesteigert. - Kritische Nutzung
Versuche deine Kinder dabei zu unterstützen, das Fernsehen selbständig und kritisch zu nutzen. Hilf ihnen, Werbung und Programme klar von einander zu trennen. Du solltest mit ihnen auch über Gewaltdarstellungen sprechen. - Den Tagesablauf nicht diktieren lassen
Lass dir deinen Tagesablauf nicht von der ?Flimmerkiste? diktieren. Möchten du oder deine Kinder gar nicht auf eine Sendung verzichten, gibt es ja noch den Video- oder DVD-Rekorder. Es besteht kein Grund, alles stehen- und liegenzulasssen. - Vorbildfunktion
Überdenke als Vorbild für deine Kinder dein eigenes Fernsehverhalten. Zappst du oberflächlich oder wählst du Programme bewusst aus? Lässt du den Fernseher oft nebenbei laufen? Besser ist es, den Fernseher zu einer bestimmten Sendung einzuschalten und danach wieder abzuschalten. - Erfahrungsaustausch
Dein Einfluss auf dein Kind verändert sich mit zunehmendem Alter: Kinder orientieren sich dann verstärkt an Freunden, Freundinnen und anderenen Gleichaltrigen, mit denen sie ihre Zeit verbringen. Tausche dich deshalb mit anderen Eltern z. B. über die Themen Fernsehkonsum, TV-Werbung oder Gewaltdarstellungen aus. - Kein schlechtes Gewissen
Kinder brauchen das Fernsehen genauso wie die Erwachsenen: um sich zu informieren und zu lernen, um abzuschalten, um sich unterhalten zu lassen, um eine eigene Phantasiewelt zu entwickeln. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn dein Kind nicht nur ?pädagogisch wertvolle? Sendungen guckt. Oder dass es überhaupt fernsieht, anstatt mit anderen Kindern ?sinnvoll? zu spielen. - Auch mal abschalten
Achte darauf, dass du und dein Kind auch noch Zeit für Spiele, Sport sowie Freunde und Freundinnen habt. Fernsehen sollte auf keinen Fall die einzige gemeinsame Tätigkeit deiner Familie sein. Und umgekehrt sollte einem Kind das Fernsehen nicht grundsätzlich verboten werden. Es muss lernen, sich in einer Welt zurechtzufinden, die sehr stark durch Medien bestimmt ist. Finde das richtige Mittelmass: Verteufel das Fernsehen nicht, aber hab auf jeden Fall ein Auge darauf, was sich dein Kind anschaut.
Quelle: http://www.schau-hin.info
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