
Kathrin Ritzi-Bolt ist die Mutter eines Kindes, das an einer seltenen Krebskrankheit litt. Die Diagnose kam, als die Familie mit ihrem kleinen Sohn in Malaysia lebte. Nach dem jahrelangen Kampf zur Rettung ihres Kindes fasste die Mutter den Entschluss, ihr persönliches Tagebuch für andere betroffene Eltern zu öffnen. Das Buch gewährt ergreifende Einblicke in die medizinischen Bemühungen der Ärzte, in die Gefühle der Beteiligten und in den Umgang mit Leben und Tod.
Der Kampf um das krebskranke Kind
Zur Buchvernissage in Zürich Schwamendingen las Kathrin Ritzi-Bolt aus ihrem Buch Das Wunder. Die einleitenden Worte zum Umgang mit Erinnerungen sprach Dorothea Radzik, Psychologin: ?Mit der Erinnerung wird die Vergangenheit gestaltet. Die Momentaufnahme in der Gegenwart bestimmt den Blick in die Vergangenheit. Diese Gestaltungstätigkeit konstruiert Identität. Der gesamte Prozess von Erinnern, Gestalten und Identität konstruieren verändert sich in der Weiterentwicklung des Menschen.?
Das Bild zur Lebens-Geschichte malte der Künstler Hitsch Bolt aus Klosters. Ein Stück dieser Leinwand ist auf dem Buchcover abgedruckt mit intensiven Rottönen. Ritzi wurde bei der Lesung von der Dichte der Ereignisse und Gefühle erneut berührt. Die Zuhörer begleiteten die Mutter mit Spannung in ihrem Erleben durch die Zeitabschnitte hindurch. Musikalische Einlagen durch George Wimalasuriya am Flügel liessen Entspannung zu und Zeit zur Selbstreflexion.
Beim anschliessenden Apéro mussten sich die Gäste geduldig anstellen, um eine handschriftliche persönliche Widmung im Erstlingswerk der Autorin zu bekommen. Ihre Erstauflage von 150 Büchern war somit schnell verkauft. Die Zweitauflage ist bestellt.
Die Buchvernissage wurde durch den Verein www.4family.ch durchgeführt.
